1. Hilfe-Plan um in stressigen Situationen gelassen zu bleiben

In manchen sehr belastenden und schwierigen Situation scheinen manche Menschen eher einen klaren Kopf bewahren zu können als andere. Sie reagieren mit mehr Gelassenheit. Und sicherlich möchtest Du auch wissen wie das für Dich möglich ist. Denn Gelassenheit kann man lernen. Das kann man ganz gezielt trainieren. Wenn Du für Dich die folgenden Schritte immer und immer wieder, mehr und mehr in Deinen Alltag mit einbeziehst, dann wirst auch Du merken, dass Du gelassener und ruhiger mit Stresssituationen umgehen kannst.

Es sind kleine Schritte, Die Du in jeder Situation ohne viel Aufwand und unauffällig anwenden kannst und die für Dich zu einem Ritual werden können. Nach einiger Zeit wirst Du gar nicht mehr bewusst darüber nachdenken müssen, weil sie in Dich übergegangen sind und Du Dich verändert hast.

1. Schritt: Beobachten und annehmen

Der erste Schritt ist Beobachten und Annehmen der jeweiligen Stresssituation. Was bedeutet das? In Situationen, die uns in Stress versetzen, werden wir innerhalb von wenigen Momenten durch körperliche automatische Prozesse von unseren Gefühlen überschüttet und für gewöhnlich reagieren wir dann mit für uns gewohnten Verhaltensmustern ganz automatisch. Ohne dass wir drüber nachdenken müssen. Wie reagieren anstatt bewusst zu agieren. Die Möglichkeit wirklich konstruktiv zu handeln gewinnen wir immer erst dann wenn wir uns einer Situation wirklich bewusst sind und sie als solche achtsam annehmen. Werde in solchen schwierigen Situationen, wo Dir bisher die Gelassenheit fehlt, zu Deinem eigenen Beobachter. Nimm wahr welche Gefühle gerade auftauchen, wie Dein Körper auf die Stresssituation reagiert. Wo spannt sich Dein Körper an? Wie fließt Dein Atem? Und benenne diese Situation für Dich. Du beobachtest sie und nimmst sie an. In diesem ersten Moment zumindest. Vielleicht sagst Du Dir innerlich „Ah, interessant, jetzt beginnt es wieder.“

Schritt 2: Beruhigen

Hilf Dir dabei Dich selber zu beruhigen. Dies ist eine sehr bewusste Entscheidung. Entscheide Dich ganz bewusst, dass Du nun zur Ruhe finden möchtest, Deine eigene innere Mitte wiederfinden möchtest. Dabei kann es hilfreich sein, dass Du Dich jetzt auf Deinen Atem fokussiert bist. Nimmst ein paar ganz bewusste Atemzüge. Atme bis in den Bauch hinein, so dass sich Dein Bauch beim Einatmen nach außen wölbt und beim Ausatmen wieder sanft zurück sinkt. Du kannst Dir zum Beispiel Deine Hände auf Deinen Bauch legen und der Bewegung nachzuspüren. So kannst du direkt Deinen Parasympathikus, dem Bereich Deines Nervensystems der für Entspannung und Beruhigung verantwortlich ist, stimulieren.

Schenke Dir selbst ein Lächeln. Ja, hebe Deine Mundwinkel. Schenk Dir ein Lächeln und schau was das mit Dir macht. Das alles muss nicht lange dauern aber finde im ersten Moment eine Möglichkeit für Dich um die Ruhe zu finden. Du kannst Dir auch innerlich sagen „Ich bleib jetzt ganz ruhig und entspannt“, was natürlich nicht bedeutet, dass Du sofort vollkommen gelassen bist. Das ist auch nicht nötig. Es ist wichtig, dass Du einfach einen beruhigenden ersten Schritt spürst. Du spürst, dass Du Dich wieder in den Griff bekommst und zurück zu einem klaren Kopf findest.

Schritt 3: Einschätzen

Der nächste Schritt ist das Einschätzen der Situation. Sie erfassen, untersuchen und dann für Dich einschätzen. Das bedeutet einzuschätzen ob und welche Optionen zur Handlung du jetzt hast. Du kannst Dich fragen: „Kann ich etwas tun?“ Und wenn Deine Antwort hier „Ja“ lautet und Du zu der Einschätzung kommst, dass Du hier etwas machen kannst in dieser Situation, dann frag Dich aber auch ob es sich überhaupt lohnt. Manchmal ist es auch nicht nötig etwas zu tun, ist es nicht wert die Energie dafür aufzubringen. Das entscheidest Du für Dich hier in diesem dritten Schritt.

Schritt 4: Entscheiden

Je nachdem wie Deine Einschätzung in Schritt drei für Dich ausgefallen ist, kannst Du nun in Schritt 4 die Entscheidung treffen in Aktion zu gehen um die Situation ganz aktiv zu beeinflussen oder Du entscheidest Dich für den Weg einfach weiterhin achtsam zu bleiben.

Aktiv die Situation zu beeinflussen könnte zum Beispiel bedeuten, dass Du ganz ruhig in dieser Situation kommunizierst, Deine Grenzen klar setzt oder auch andere Handlungsschritte einleitest, je nachdem was jetzt in dieser Situation passend wäre. Wenn Du in Schritt 3 für dich die Einschätzung getroffen hast, dass Du nicht die Notwendigkeit siehst zu handeln, weil es sich für Dich nicht lohnt und Du die Energie nicht aufbringen möchtest, bleibe weiterhin in einer achtsamen und beobachtenden Haltung.

Beobachte weiter wie Dein Körper sich anfühlt, spüre wie Dein Körper reagiert. Nimm ganz bewusst wahr welche Gedanken auftauchen. Auch dieses Beobachten hilft Dir dabei Dich zu weiterhin zu entspannen.

Ich bin neugierig, was diese Tipps bei Dir verändern werden.

In diesem Video erfährts Du, wie Du mit vier Schritten in stressigen Situationen cool und gelassen bleiben kannst.

1. Hilfe-Plan um in stressigen Situationen cool und gelassen zu bleiben – LifeTalk #1

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