5 einfache Wege um Aufschieberitis zu überwinden

 

Hast Du auch oft das Gefühl, als hättest Du 1000 Dinge zu erledigen aber keine Ahnung wo Du anfangen sollst? Schiebst Du manchmal etwas ziemlich Wichtiges vor Dir her, um Dich dann total abgehetzt zu fühlen wenn Du endlich damit begonnen hast? Das kennen wir doch alle. Und wir alle haben uns auch schon in der einen oder anderen Situation gewunden weil wir es nicht geschafft haben uns vom Fernseher oder von Facebook loszureißen und uns endlich unserer wichtigen Aufgabe zuzuwenden.

 

Ich habe heute ein paar Tipps für Dich. Dies sind einige Möglichkeiten, wie ich es gelernt habe, die Aufschieberitis und meinen Perfektionismus zu überwinden um so Entscheidungen aus einer liebevollen und freundlichen Sicht zu treffen.

 

1. Frage Dich selber was Dich davon abhält Deine Aufgabe zu erledigen.

Nimm Dir Zeit um 5 Vorteile aufzuschreiben, die Du hast wenn Du Deine Aufgabe endlich angehst. Diese Frage wird Deine gesamte Perspektive in wenigen Minuten verändern und Dir mehr Verständnis für die Situation schenken. Anstatt zu glauben, dass der Abwasch nur eine lästige Zeitverschwendung ist, fange an dies als ersten Schritt zu einem sauberen Zuhause zu sehen. Das klappt natürlich nur wenn Du Wert auf ein sauberes Zuhause legst. Wenn Dir das nicht so wichtig ist, dann findest Du vielleicht einen anderen Nutzen. Vielleicht gibt der Abwasch Dir endlich die Zeit ein interessantes Hörbuch zu hören.

 

Ständiges Aufschieben ist eine andere Art um zu sagen, dass Du das was Du im Begriff bist zu tun nicht wirklich schätzt. Es ist Dir einfach egal und Du siehst den Nutzen für Dich nicht. Und wenn wir den Nutzen für etwas nicht sehen können, dann deshalb weil wir mit dem Blick eines anderen darauf schauen.

 

Wir sollten Sport mögen weil er uns dabei unterstützt unsere ideale Figur zu bekommen und attraktiv zu sein? Aber vielleicht ist Dir das gar nicht so wichtig und daher zieht dieses Argument nicht bei Dir. Vielleicht ist es Dir wichtiger, Dich durch die Bewegung besser konzentrieren zu können oder Du fühlst Dich an der frischen Luft mit der Natur so herrlich verbunden. Dann finde einen solch neuen Blick für Dich.

 

Du musst die Präsentation nicht rechtzeitig fertigstellen um Deinem Chef zu gefallen aber wenn Du es für Dich umgestaltest und entscheidest, dass Du dann mehr Zeit für Deine Lieben hast, stressfrei und klar im Kopf bist, kannst Du vielleicht hier die Motivation finden die Aufgabe nicht auf die allerletzte Sekunde zu verschieben.

 

Wenn Du alle Vorteile auflistest, die es Dir bringt eine bestimmte Aufgabe zu erledigen, ist es schwieriger sie weiter hinauszuschieben. Du bekommst eine innere Motivation um Deine Aufgabe in Angriff zu nehmen.

 

In Deinem Leben entscheidest Du selbst was die Dinge für dich bedeuten. Du selber bestimmst warum Du etwas tust.

 

2. Teile Deine größeren Aufgaben in kleine Schritte auf.

Nun beginnst Du Deine Aufgabe in Angriff zu nehmen. Und freust Dich vielleicht sogar darauf. Aber jetzt stehst Du vor der Entscheidung wo Du überhaupt anfangen sollst. Wie kriegst Du das alles nur hin? Wie wirst Du zur Superfrau und bringt die Kräfte auf, die Dein Leben zum glücklichsten Ort der Welt machen? Wahrscheinlich würden viele Leute sagen, dass das gar nicht möglich ist aber ich denke, dass hier jeder aus seiner eigenen begrenzenden Perspektive spricht. Mit seinem eigenen Blick auf die Welt und auch aus seiner eigenen Wahrheit heraus. 

 

Manchmal fühlt sich eine große Aufgabe unmöglich an, also geben wir auf, bevor wir überhaupt anfangen. Wenn Du Dir Gedanken darüber machst, mehr Achtsamkeit in Deinen Alltag einzubinden, beginne mit etwas, das sich gut für Dich anfühlt! Findest Du 5 Minuten am Tag? Großartig! Nimm Dir diese Zeit ganz für Dich. Fange damit an und lasse es genug sein. Der Versuch, im Handumdrehen zum Meditations-Spezialisten zu werden, wird Dich wahrscheinlich direkt überfordern. Das kann dazu führen, dass Du es gar nicht erst versuchst. Mache es Dir so einfach wie möglich.

Schreibe drei kleine Schritte auf, die Du machen kannst, damit Du täglich achtsamer wirst. Vielleicht findest Du zwei mal 5 Minuten am Tag um durchzuatmen. Vielleicht kannst Du eine ganz alltägliche Tätigkeit achtsam durchführen. Und dann entscheidest Du Dich womöglich, Dich mit einem Coach zu beraten, damit Du noch mehr Perspektiven bekommen kannst. Diese Veränderungen werden sich möglicherweise nicht an einem Tag oder innerhalb einer Woche umsetzen lassen aber wenigstens fängst Du an. Und Du wirst einen Plan haben. Und Du kannst echt stolz auf Dich und Deine Fortschritte sein.

 

3. Hör auf zu denken und komm ins Handeln.

Du hast nun also einen Plan gemacht. Du hast nachgeforscht. Du hast einen Plan mit einigen einfachen Schritten erstellt, anstatt zu versuchen, gleich Dein gesamtes Leben auf einmal zu ändern. Aber jetzt weißt Du immer noch nicht, wo Du anfangen sollst. Du schaust Dir die Schritte an und Du bist nicht sicher, ob sie funktionieren …Wenn Du genug interessiert bist … wenn es Dir wichtig genug ist … wenn sich die Dinge so entwickeln, wie Du es Dir erhoffst … Ich verstehe das! Ich war auch so eine Durchdenkerin. Ich dachte nach und überlegte und analysierte, bis ich Kopfschmerzen davon bekam. Ich dachte über jedes mögliche Ergebnis nach, bis ich völlig durch meine Unentschlossenheit gelähmt war. Ich habe so viel Zeit damit verbracht, darüber nachzudenken, wie ich etwas perfekt machen könnte. Ich wartete auf die perfekte Zeit. Fange unvollkommen an! Beginne, bevor Du Dich bereit dazu fühlst. Sag ja zu dem, was Dich nach vorne ruft. Je mehr Du die Situation überdenkst, desto weniger Zeit wirst Du haben. Beginne jetzt. Es muss nicht perfekt sein. Gib Dir die Erlaubnis etwas auszuprobieren. Gib Dir die Erlaubnis, ein Anfänger zu sein, ein Mensch zu sein.

 

4. Bewege Deinen Körper.

Du hast einen Plan, Du bist motiviert, aber Du weißt trotzdem immer noch nicht, wie Du richtig in die Gänge kommst? Bewegung in Deinen Körper zu bringen könnte Dir helfen! Wenn Du nun denkst, dass der Zustand Deines Körpers keinen Einfluss auf die Klarheit und die Stärke Deines Geistes hat, so irrst Du Dich. Wenn die Energie Deines Körpers stagniert, wenn Dein Nacken oder Rücken steif und angespannt ist, wird Dein Geist auf ähnliche Weise steif und angespannt sein. Wenn Du beginnst, Deinen Körper wieder zu bewegen (in einer Art und Weise, die Du genießt), gibst Du aufgestaute Energie frei und die Dinge beginnen wieder zu fließen – Energie, Ideen … und diese Dinge inspirieren Dich zum Handeln! Du wirst wirklich das Gefühl bekommen, Dinge besser erledigen zu können, wenn Du Deinen Körper mit Energie versorgt hast.

 

5. Bedenke, dass das was Du versuchst zu erreichen vielleicht nicht so ausfällt wie Du es Dir erhoffst. Es könnte noch viel fantastischer sein.

„Schlechte“ und „gute“ Ergebnisse sind zwei Seiten derselben Medaille. Keines ist besser oder schlechter als das andere.  Wir haben jedoch gelernt, dass schlechte und gute Erfahrungen vollständig abgeschnitten von einander sind. Wir sind darauf trainiert zu denken, dass wir leiden und hadern müssten wenn etwas Schlimmes passiert. Wenn wir glauben, dass wir zu etwas Schlechtem beigetragen haben, müssen wir bestraft werden. Wenn etwas, das wir nicht wollen, in unserem Leben geschieht, bedeutet das, dass wir es wahrscheinlich irgendwie verdient haben, und wir müssen uns aus der Situation herauskämpfen. Dies ist nicht immer der Fall! Es ist nur dann der Fall, wenn wir unsere Realität auf diese Weise verstehen. Wenn wir wollen, können wir entscheiden, dass eine „schlechte“ Erfahrung nicht wirklich schlecht ist. Wir können Schlechtigkeit neu definieren. Was, wenn schlecht bedeutet, dass Du dem, was Du wirklich willst, einen Schritt näher gekommen bist? Was, wenn schlecht bedeutet, dass Du eine wirklich interessante Lebenserfahrung gemacht hast? Was, wenn schlecht bedeutet, dass Du nun eine wirklich lustige Geschichte zu erzählen hast? Was, wenn schlecht bedeutet, dass Du jeden Tag weiser wirst? Was, wenn schlecht bedeutet, dass Du eine wirklich wichtige Lektion gelernt hast? Was auch immer Du entscheidest, über Deine „schlechte“ Situation zu glauben, wähle eine Interpretation, die sich gut für Dich anfühlt. Wähle eine Interpretation, die Dir erlaubt, in Deine Kraft und in Dein Mitgefühl zu kommen. Sobald Du akzeptierst, dass Du die Situation so interpretieren kannst, dass Du davon profitierst, kannst Du Dich der Aktivität mit freudiger, offener Energie statt mit analytischer Angst nähern.

 

Beginne mit dem, was Du liebst … und wenn Du noch nicht weißt, was Du liebst, fang mit dem an, was interessant ist. Fang mit Neugier an. Beginne damit, was sich gut für Dich anfühlt. Sie wirst Du Dinge in kürzester Zeit erledigen!

 

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2 thoughts to “5 einfache Wege um Aufschieberitis zu überwinden”

  1. Liebe Jessica,
    dass ist ein sehr schöner, freundlicher Artikel. Es steckt eben doch mehr hinter der Aufschieberitis als vermeintliche Faulheit, für die man sich dann noch selber fertig macht. Das sind sehr schöne Tipps, auch für Momente, wo man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.
    Ich habe angefangen zu meditieren und machte morgens auch einen semiprofessionellen Sonnengruß, um alles zu strecken. Hat mir ein guter Freund beigebracht.
    Viel Spaß beim Aufgaben schaffen und liebe Grüße
    Tina
    http://www.stadtkoenigin.de

    1. Hallo liebe Tina,
      vielen Dank für Dein Feedback. Wie schön dass Du zur Meditation gefunden hast.
      Das unterstützt einen ziemlich gut bei all den vielen Bäumen. Lach.
      Herzliche Grüße
      Jessica

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