Vom Mut sich wichtig zu nehmen

Der Wecker klingelt morgens in der Früh. Du quälst sich schlaftrunken aus dem Bett, springst für wenige Minuten unter die Dusche, schleppst Dich mit noch nassen Haaren in die Küche, wo für wiederum bloß für einige Augenblicke eine kleine Tasse Kaffee auf Dich wartet.Anschließend weckst Du Dein Kind, welches sich wie immer auf einfallsreichste Weise ziert, sein Bett zu verlassen.

Nachdem Du alle Frühstücks- und Pausenbrote geschmiert und Dein Kind sicher an der Schule abgesetzt hast, fährst Du nun selbst zur Arbeit, musst Dir dort unzählige sinnlose Aufgaben Deines Chefs gefallen lassen und kehrst schließlich am späten Nachmittag dementsprechend völlig erschöpft nach Hause zurück.

Dort wartet schon das Kind ungeduldig darauf, dass Du es endlich zu seinem Sportteam fährst. Während das Kind nun schwitzt erledigst Du am Laptop schnell noch etwas Arbeit, die im Büro liegen geblieben ist und checkst Deine Mails. Anschließend geht es mit Kind im Gepäck wieder zurück nach Hause, wo – nachdem das Kind mit Abendessen und einer Gutenachtgeschichte versorgt wurde – Dein Partner darauf wartet, dass Ihr beide mal wieder wie in alten Zeiten zusammen kocht und danach noch romantisch mit einem Glas Wein zusammensitzt. Kommt Dir dieser Tagesablauf irgendwie bekannt vor? Und wenn ja – fällt Dir etwas auf?

 

Du selbst bist in Deinem eigenen Alltag überhaupt nicht präsent.

Also natürlich insofern, als dass Du zwar körperlich anwesend bist, jedoch meist nicht als Persönlichkeit, sondern „im Auftrag anderer“. Ohne Frage schmierst Du Deinem Kind gerne Pausenbrote oder fährt es zu seinem Sportverein. Doch merkst Du in all den kleinen, an sich durchaus mit Freude gemachten Gefälligkeiten für andere, gar nicht mehr, wie weit Du Dich dadurch von sich selbst entfremdet.  Wann hast Du zuletzt eine ruhige Stunde dafür genutzt, Dich aufs Sofa zu legen und zu entspannen? Oder für einen Waldspaziergang, ganz alleine und ohne Handy? Wann hast Du zuletzt etwas nur für Dich alleine getan und nicht um irgendjemandem einen Gefallen zu tun? Wann hast Du Dir zuletzt etwas gegönnt, das für niemand anderes als für Dich selbst bestimmt war?

 

Stehst Du selber auf Deiner eigenen Prioritätenliste ganz oben?

An sich selbst zu denken ist in der Gesellschaft wahrlich keine Tugend, die mit Applaus umjubelt wird, im Gegenteil. Kaum eine Eigenschaft wird allgemein so negativ assoziiert wie Egoismus und daher möchte auch niemand ein solcher Egoist sein, oder auch nur in den Verdacht geraten, eigene Interessen über die der Anderen zu stellen. Die gute Nachricht für Dich: Du bist nicht egoistisch wenn Du Dir selber Zeit nur für Dich schenkst!

 

Du darfst Dich selber wichtig nehmen.

Es ist ganz natürlich und wichtig, Zeiten in Deinen Alltag einzugliedern, die weder Deinem Job, noch Deiner Familie oder Deinem Partner, sondern lediglich Dir selbst gewidmet sind. Jeder Mensch braucht, um langfristig zufrieden und glücklich und vor allem auch gesund bleiben zu können Zeiten für sich, in denen es vollkommen in Ordnung ist, sich keinerlei Gedanken um die Angelegenheiten anderer machen zu müssen.

 


Dies ist nicht nur dafür wichtig, eine gewisse innere Ausgeglichenheit zu behalten und sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse besser erkennen und verstehen zu können, sondern hilft Dir auch dabei, anderen offener und freundlicher gegenüberzutreten.

Wie kann ich mich von meinen Aufgaben lösen?

Die einfachste Antwort: Tue es einfach. In unserem Leben machen wir so viele Dinge, von denen wir glauben, dass wir sie unbedingt erledigen müssen und von denen sich im Nachhinein herausstellt, dass diese Dinge entweder ohne Verluste hätten verschoben werden, oder von jemand anderem hätten erledigt werden können. Habe kein schlechtes Gewissen, wenn Du Dir jeden Tag einen gewissen Zeitraum erlaubst, den Du aus Sicht der Anderen scheinbar unproduktiv nutzt. Du selbst weißt, dass Du aus diesem Zeitraum enorm viel für Dich selbst und Dein Umfeld gewinnen und lernen kannst.

Deine tägliche Dosis an Selbstfürsorge  geht nicht auf Kosten von Fürsorge und Mitgefühl gegenüber Deinen Mitmenschen, sondern im Gegenteil, durch eine ausgeglichenere Auftrittsweise und ein ruhigeres Inneres, bist Du in der Lage, viel mehr Fürsorge und Mitgefühl an Deine Mitmenschen abzugeben.
Wer außer Dir selbst sollte wichtiger in Deinem eigenen Leben sein? Also schenke Dir selbst im Alltag mehr Zeit, um Deine Ruhe und Ausgeglichenheit zu sichern.

Traue Dich wichtig zu sein!

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