Wie Du Deine negativen Gedanken loswerden kannst

Wir alle kennen diese negativen Gedanken, die uns einreden wollen, dass wir nicht gut genug seien und nichts hinbekommen würden. Für unser Selbstbewusstsein eine Katastrophe. Die etwa 60.000 – 80.000 Gedanken, die täglich durch unseren Kopf gehen, können schon für einen großen Schrecken sorgen. Besonders wenn sie negativ ausfallen, drückt das gehörig auf die Stimmung.

Aber man kann negative Gedanken auch wieder loswerden. Denn in erster Linie wird das negative Denken durch unsere Selbstwahrnehmung von der Außenwelt geboren und macht sich in Form von einem belastenden Schwarzmalen bemerkbar.

Du solltest Dir in jedem Fall etwas Zeit nehmen und einmal in Dich gehen.

 

Mache Dir Deine (negativen) Gedanken bewusst

Um Deine Gedanken überhaupt verändern zu können, musst Du Dir natürlich erst einmal bewusst sein, dass sie da sind und auch in welchen Situationen Du so negativ denkst. Daher frage Dich immer dann wenn Du Dich schlecht fühlst, was Du gerade gedacht hast, was Dir gerade durch den Kopf geht. Dieses Bewusstwerden steht immer am Anfang jeder Veränderung.

 

Hinterfrage Deine Gedanken

Sind Deine Gedanken wirklich wahr? Viele Menschen machen sich über zukünftige Ereignisse unaufhörlich Gedanken und versetzen sich damit natürlich selbst unter Druck. Bestimmt hast Du auch schon einmal in Deinem Bett nachts wach gelegen und Dir Gedanken gemacht, was alles auf Dich zukommt. Zum Beispiel sollst Du Deinem Team und Deinen Kollegen Dein Konzept in einer Präsentation vorstellen und Du bist schon Tage vorher mental ausgelaugt. Dir schwirren Gedanken in Deinem Kopf herum, wie zum Beispiel: Was werden sie von meiner Idee halten? Ist das nicht alles Quatsch was ich mir überlegt habe? Hoffentlich bekomme ich überhaupt einen Satz heraus. Schließlich warst Du ja damals in der Schule schon so aufgeregt wenn Du ein Referat vor allen halten solltest und manchmal haben die blöden Mitschüler auch gelacht.

Du gehst automatisch auf Deine bisherigen Erfahrungswerte ein und projizierst diese auf Deine aktuelle (bevorstehende) Situation. Besonders wenn Deine Erfahrungen negativ waren, werden Deine Gedanken zu einem echten Spießrutenlauf. Allerdings vergisst Du bei diesen Ereignissen einen wichtigen Aspekt: Bestimmt gab es auch schon viele Situationen und Präsentationen in denen Du Dich beweisen konntest. Du hast Dir also in erster Linie selbst die Kraft gegeben und es geschafft Dich voran zu bringen. Leider verschwinden diese kraftvollen und gelungenen Momente häufig in den hintersten Winkeln unserer Erinnerung.

Hinterfrage Dich also einmal selbst, ob Deine Ängste, Erwartungen und Gedanken wirklich der Realität entsprechen. Urteile also nicht vorschnell und nimm Dir nicht die Freiheit, neue und einzigartige Erfahrungen zu machen. 

 

Was für einen Gedanken erlebst Du im Moment? 

Finde heraus, was für einen Gedanken Du in genau diesem Moment erlebst. Hast Du einen Gedankengang, der Dir gut tut oder der Dich eher runterzieht? Wenn Du Dir bewusst machst, dass Dein bestehender Gedanke Dir Deine wertvolle Energie raubt und Dich in keinster Weise dabei unterstützt Dich gut zu fühlen, so fällt es Dir leichter diesen loszulassen. Allerdings bedeutet dies auch nicht gleich, dass Du negativen Gedanken sofort den Garaus machen solltest. Denn wenn Du Deine negativen Gedanken versuchst zu unterdrücken bewirkst Du oftmals genau das Gegenteil: Die Gedanken werden quälender als zuvor. Aus diesem Grund solltest Du Dich diesen stellen und Dich hinterfragen, WARUM dieser Gedanke auftaucht. Denn oftmals zeigen Dir negative Gedanken auf, wie dein Bauchgefühl ist. Und die negativen Gedanken wollen Dich (unbewusst) vor einer unüberlegten Handlung oder schwierigen Situation bewahren. Fokussiere Dich also auf den Grund, der hinter diesen Gedanken stecken könnte. Ist dies für Dich nicht eindeutig oder zu schwierig, dann schreibe den belastenden Gedanken auf und versuche ihn zu einem späteren Zeitpunkt mit etwas Abstand zu analysieren. 

 

Welche Gewohnheiten hast Du? 

Wenn Du regelmäßig negative und ungesunde Gewohnheiten lebst, kann dies auch eine Ursache für Deine negativen Gedankengänge darstellen. Besonders wenn Du Dir selbst zu wenig Schlaf gönnst oder generell nur mit zu viel Kaffee zum Laufen bekommst, ist dies ein schlechtes Zeichen. Aber auch eine ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung und ständige „Gefallenswünsche“ und Anforderungen von Deinem Arbeits- und Privatleben können negative Folgen haben. Du bist dann einem nicht zu unterschätzendem Stresspotenzial ausgesetzt und kümmerst Dich eindeutig zu wenig um Dich selbst. Hinterfrage Dich einmal ganz ehrlich, ob Dein bisheriger Lebensstil vielleicht die Ursache für Deine schlechten Gedanken sein kann. Und ändere Deine Gewohnheiten so, dass Dein mentaler und körperlicher Zustand davon profitieren können. Geh zum Beispiel regelmäßig spazieren, mache Yoga oder meditiere und entdecke die Welt. Damit schaffst Du nicht nur Platz für neue Gedanken, sondern tust mit der Bewegung auch Deinem Körper etwas Gutes.

 

Schiebst Du etwas Wichtiges beiseite?

Natürlich hat jeder Mensch sein eigenes Päckchen zu tragen. Mit diesem Spruch werden die eigenen Sorgen, Gefühle und Ängste abgetan und jeder versucht sich irgendwie über Wasser zu halten. Und genau das ist das Problem. Denn wenn Du nur irgendwie funktionierst und Du Deinen Gefühlen keine Bedeutung zuschreibst, leidest Du permanent. Es ist menschlich, richtig und nur gesund wenn wir unsere Gefühle nicht ständig unterdrücken und auch einmal beim Namen nennen. Denn wenn etwas in Dir schmerzt, dann solltest Du darüber sprechen. Finde ein offenes Ohr bei Deiner Familie oder Deinen Freunden. Es ist kein Eingestehen einer Schwäche oder sonst irgendetwas Unangenehmes, wenn Du Dir Unterstützung und Rat holst. Im Gegenteil: Du bist bereit etwas zu verändern und gehst den ersten Schritt. Glaube an Dich und definiere Dich nicht über die aufgezwungenen (Müll-)Vorstellungen anderer Leute. Du bist ein wertvoller Mensch und Deine Einzigartigkeit macht Dich, auch mit Deinen vielschichtigen Gedanken, zu einem wertvollen Teil der Gemeinschaft.

 

Wohin möchtest Du Deine Aufmerksamkeit lenken?

Besonders wenn negative Gedankengänge den größten Raum in Deinen Alltag einnehmen, solltest Du handeln. Denn schließlich belasten sie Dich nicht nur ständig, sie können auch Depressionen oder andere Erkrankungen auslösen.

Diesem Grund solltest Du versuchen, Deinen negativen Gedanken nicht allzu viel Raum zu geben. Natürlich laufen manche Dinge nicht wie gewünscht und Du würdest sie Dir eigentlich anders wünschen. Aber haben sie wirklich so einen großen Einfluss auf Dein Leben? Oder kann man das vielleicht auch ganz anders sehen? Gibt es auch eine andere Sichtweise?

Wende Deinen Blick auch immer wieder ganz bewusst auf das was schön ist in Deinem Leben. Auf das was Du gut meisterst und auf das was Deine trübe Sicht wieder klarer machen kann. Unsere Dankbarkeit ist eine der kraftvollsten Ressourcen für positive und glückliche Gedanken.

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